Wohnfläche prüfen vor dem Immobilienverkauf

Plausible Wohnflächenangaben schaffen Vertrauen und vermeiden Rückfragen

Die Wohnfläche gehört zu den wichtigsten Angaben beim Immobilienverkauf. Sie beeinflusst den Angebotspreis, die Vergleichbarkeit mit anderen Immobilien und die Einschätzung durch Käufer. Gleichzeitig gehört sie zu den Angaben, bei denen es immer wieder zu Unsicherheiten kommt.

Gerade bei älteren Wohnungen, Dachgeschosswohnungen, ausgebauten Bereichen, Terrassen, Balkonen, Maisonetten oder Häusern mit Nebenflächen lohnt sich ein genauer Blick. Nicht jede Fläche ist automatisch voll anzusetzen, und nicht jede vorhandene Angabe ist noch nachvollziehbar belegt.

Bei LIVVIN Immobilien ist die Plausibilisierung der Wohnfläche Teil einer sorgfältigen Verkaufsvorbereitung. Vorhandene Flächenangaben werden nicht ungeprüft übernommen, sondern mit den verfügbaren Unterlagen, Grundrissen und objektspezifischen Besonderheiten abgeglichen.

Wichtig zu wissen

Die Angabe zur Wohnfläche ist beim Immobilienverkauf mehr als eine Quadratmeterzahl im Exposé. Käufer vergleichen Quadratmeterpreise, prüfen Unterlagen und stellen Rückfragen, wenn Flächenangaben unklar oder widersprüchlich wirken.

Typischerweise entstehen die meisten Unklarheiten bei Balkonen, Terrassen, Dachschrägen, Souterrainflächen, Hobbyräumen, ausgebauten Dachbereichen oder älteren Grundrissen. Auch abweichende Angaben in Exposé, Grundriss, Teilungserklärung, Energieausweis oder anderen Unterlagen können Fragen auslösen.
Eine Plausibilisierung hilft, solche Punkte frühzeitig zu erkennen und die Immobilie mit klaren, erklärbaren Angaben in die Vermarktung zu bringen.

Warum Wohnflächenangaben vor dem Verkauf geprüft werden sollten

Die Wohnfläche beeinflusst beim Verkauf mehrere zentrale Punkte gleichzeitig: den Angebotspreis, den Quadratmeterpreis, die Vergleichbarkeit mit anderen Immobilien und die Einschätzung durch Käufer. Eine unklare oder nicht gut erklärbare Wohnflächenangabe kann deshalb schnell zu Rückfragen oder dem Rückzug von Kaufinteressenten führen.

Gerade heute prüfen Käufer genauer. Sie vergleichen Angebote online, rechnen Quadratmeterpreise nach, sprechen mit Finanzierungsberatern und erwarten nachvollziehbare Unterlagen. Wenn verschiedene Flächenangaben im Umlauf sind oder bestimmte Bereiche nicht eindeutig einzuordnen sind, kann das Unsicherheit erzeugen. Auch Finanzierungsinstitute bestehen auf korrekte, nachvollziehbare Angaben.

Eine frühzeitige Plausibilisierung hilft, solche Punkte vor dem Vermarktungsstart zu erkennen. So lässt sich besser einschätzen, welche Wohnflächenangabe für Exposé, Preisstrategie und Käuferkommunikation verwendet werden sollte und welche Besonderheiten offen erklärt oder geklärt werden müssen.

Balkon und Terrasse

Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen werden nicht automatisch und nicht vollständig bei der Wohnflächenberechnung berücksichtigt.

Dachschrägen

Bei Dachgeschosswohnungen kommt es auf die Raumhöhe an. Flächen unter Dachschrägen können je nach Höhe gar nicht, anteilig oder vollständig zählen.

Souterrain und Hobbyräume

Nicht jede nutzbare Fläche ist Wohnfläche. Hobbyräume, Keller oder ausgebaute Nebenflächen werden unter Umständen nicht berücksichtigt.

Maisonette und Ausbauten

Bei Maisonette-Wohnungen, Galerien oder nachträglich ausgebauten Bereichen ist zu prüfen, ob die Wohnfläche zur Nutzung und zu den Unterlagen passt.

Alte Grundrisse

Alte Grundrisse enthalten oft nur Rohbau-Maße und handschriftliche Ergänzungen. Ein solcher Grundriss ist für Käufer und Banken erklärungsbedürftig.

Abweichende Unterlagen

Wenn die Unterlagen zur Immobilie unterschiedliche Flächen nennen, entsteht schnell Unsicherheit. Solche Abweichungen sollten vor der Vermarktung erkannt werden.

Welche Unterlagen für die Prüfung hilfreich sind

Für die Plausibilisierung der Wohnfläche sind vor allem Unterlagen hilfreich, aus denen sich Flächen, Zuschnitt und Nutzung der Immobilie nachvollziehen lassen. Je nach Objekt können dazu gehören:

  • vorhandene Grundrisse
  • Wohnflächenberechnungen oder Flächenaufstellungen
  • Teilungserklärung und Aufteilungsplan bei Eigentumswohnungen
  • Bauunterlagen oder alte Genehmigungsunterlagen
  • Energieausweis
  • frühere Exposés oder Verkaufsunterlagen
  • Angaben zu Balkonen, Terrassen, Dachschrägen, Souterrain- oder Nebenflächen

Nicht immer liegen alle Unterlagen vollständig vor. Wichtig ist zunächst, vorhandene Angaben zu sichten, mögliche Abweichungen zu erkennen und zu klären, welche Informationen für die Vermarktung noch benötigt werden.


Ein Hobbyraum, ein ausgebauter Spitzboden oder eine großzügige Terrasse, die nicht oder nur teilweise zur Wohnfläche gerechnet werden können, können trotzdem ein starkes Verkaufsargument sein, wenn sie nicht künstlich zur Wohnfläche gemacht, sondern ehrlich und attraktiv beschrieben werden.

Portrait Immobilienmaklerin Berlin Juliane Berger

Wohnfläche vor dem Verkauf plausibilisieren

Unklare Wohnflächenangaben können Vermarktung und Verkauf erschweren. Im Rahmen der Verkaufsvorbereitung prüfen wir vorhandene Grundrisse, Unterlagen und Flächenangaben, damit Immobilien mit klaren Informationen angeboten werden können.

Sie möchten Ihren Verkauf gut vorbereiten?
Dann lassen Sie uns klären, welche Unterlagen bereits vorliegen und welche Punkte vor dem Vermarktungsstart geprüft werden sollten.