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Wohnflächenberechnung - Nachforderungen vermeiden

Die Größe einer Wohnung mit Zollstock oder Metermaß zu bestimmen und dann die einzelnen Räume auf ein Blatt Papier skizzieren ist leider immer noch gängige Praxis, wie wir als Makler immer wieder feststellen müssen. Dabei bedenken viele Eigentümer nicht, dass die Grundfläche einer Wohnung nicht der Wohnfläche entspricht und es hier schnell zu folgenreichen Fehlern kommen kann.

Nachforderungen aufgrund falscher Angaben vermeiden

Auf Basis der Wohnfläche wird der Mietpreis und i. d. R. auch der Verkaufspreis einer Wohnung berechnet und das ist einer der Hauptgründe, warum jeder Vermieter und jeder Verkäufer größte Sorgfalt walten lassen sollte bei deren Bestimmung. Ein paar Quadratmeter zu wenig und man verschenkt Geld. Ein paar Quadratmeter zu viel und man riskiert die Rückzahlung der zu viel bezahlten Mietkosten (wenn die Wohnungsgröße mehr als 10% von der im Mietvertrag angegebenen Quadratmeterzahl abweicht) oder sogar eine Rückabwicklung des Verkaufs. Eine korrekte Wohnflächenangabe trägt also wesentlich dazu bei, dass keine Nachforderungen an Sie gestellt werden können. Und damit sparen Sie sich Zeit und Ärger.

Was zählt nicht zur Wohnfläche?

Dass die reinen Flächen eines Objektes nicht die Wohnfläche ausmachen, haben wir bereits angedeutet. Wer also die Zimmer "abgeht" oder die ganze Grundfläche ansetzt, gibt sehr wahrscheinlich einen falschen Wert an seine Interessenten weiter. Aber was kann ich nun als Wohnfläche ansetzen? Zur Berechnung der Wohnfläche gibt es klare Vorgaben (WoFlV - Wohnflächenverordnung). Kellerräume, Heizungsräume, Bodenräume und Abstellräume außerhalb der Wohnung dürfen zum Beispiel nicht berücksichtigt werden. Manche Flächen können nur zur Hälfte oder zu einem Viertel angesetzt werden (z. B. Balkone, Terrassen, Dachgärten). Und manche Flächen dürfen gar nicht berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Türnischen und in einigen Fällen auch Treppen, Pfeiler oder Wandnischen.

Richtig messen und berechnen lohnt sich

Kaum ein Laie kennt sich so gut im Bauordnungsrecht bzw. der Wohnflächenverordnung aus, dass sich das Ermitteln der Wohnfläche für ihn rechnet. Kaum eine von Laien erstellte Wohnflächenberechnung entspricht den tatsächlichen Gegebenheiten. Deswegen ist die Wohnfläche einer Immobilie auch mit der größte Angriffspunkt, wenn es letztendlich ums Geld geht. Eine Investition in professionell erstellte Flächenberechnungen lohnen sich. Deswegen lassen Sie sich gut von beraten und holen Sie sich bestenfalls professionelle Unterstützung.

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