F & A: Wohnfläche

F & A: Was zählt zur Wohnfläche?

Die Wohnfläche einer Immobilie umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu dieser Immobilie gehören und zur alleinigen oder gemeinschaftlichen Nutzung deren Bewohner und Bewohnerinnen bestimmt sind. Was genau zur Wohnfläche gehört und was nicht und wie die Wohnfläche zu ermitteln ist, wird in der Wohnflächenverordnung (WoFlV) geregelt.

Wofür wird die Wohnflächenangabe benötigt?

Eine Aussage über die Wohnfläche ist im Falle der Vermietung und des Verkaufs von Wohneigentum wichtig, da sich i. d. R. der Mietpreis und der Verkaufspreis von Wohnungen über die Wohnungsgröße, d. h. die Größe der Wohnfläche bemisst. Auch beim Verkauf eines Hauses kann die Wohnfläche wichtig sein, wenn sie vom Käufer explizit als relevantes Kriterium für den Kauf angegeben wird.
Darüber hinaus wird die Angabe der Wohnfläche für die Berechnung der Grundsteuer benötigt und entscheidet mit über die Höhe der anfallenden Steuerkosten. Und auch wenn Sie eine Hausratversicherung abschließen möchten, greift man in der Regel auf diese Angabe zurück.

Was zählt noch alles zur Wohnfläche?

Zur Wohnfläche zählen auch Wintergärten, Schwimmbäder, Abstellräume, Balkone, Terrassen und Dachgärten und ggf. auch Dachräume. Allerdings muss man hierbei beachten, dass nicht alle diese Flächen gleich angesetzt werden dürfen. Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen werden in der Regel nur zu einem Viertel oder sogar nur zur Hälfte ihrer Flächen einberechnet und manche bauliche Eigenheit muss sogar aus der Fläche herausgerechnet werden, so zum Beispiel die Grundflächen von Türnischen, Treppen (mit über drei Steigungen), Schornsteine und Vormauerungen.

Was gehört nicht zur Wohnfläche?

Auf gar keinen Fall zur Wohnfläche rechnen dürfen Sie die Grundflächen folgender Räume:

  • Keller
  • Waschküchen
  • Abstellräume außerhalb der Wohnung
  • Trockenräume
  • Heizungsräume
  • Garagen

Und darüber hinaus dürfen auch alle die Räume einer Wohnung/Immobilie nicht bei der Ermittlung der Wohnfläche nicht einberechnet werden, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts des jeweiligen Bundeslandes nicht genügen.